10 Maßnahmen für Klimaschutz im Unternehmen

Julia Widmann5 Min. Lesezeit
  • Transport und Mobilität
  • Energieverbrauch in der Produktion/Industrie

Auch Energieverbrauch in der Agrarwirtschaft wird in diesem Sektor festgehalten. So kann grundlegend gesagt werden, dass jedes Unternehmen Emissionen durch Energienutzung verursacht, aber gleichzeitig auch jedes Unternehmen das Potenzial hat, in diesem Sektor Einsparungsmaßnahmen zu treffen.

So ist es auch im Bereich Abfallwirtschaft. Hierzu zählt sowohl Abwasser, als auch generell anfallender Müll, der auf Mülldeponien landet.

10 Maßnahmen zur Vermeidung und Reduktion von Emissionen im Unternehmen

Nun zu konkreten Maßnahmen, die in jedem Unternehmen umgesetzt werden können:

1. CO2-Fußabdruck des Unternehmens berechnen und Emissionsquellen identifizieren

Sich dem Emissionsverbrauch und den Emissionsquellen des eigenen Unternehmens bewusst zu sein ist der erste Schritt, um erfolgreich Maßnahmen zu setzen. Hier können sogenannte CO 2 -Rechner zum Einsatz kommen. Auch ein freiwilliger Nachhaltigkeitsbericht, oder der ohnehin in vielen Bereichen bereits verpflichtende ESG-Report bieten Chancen für Unternehmen, gezielte Emissionsreduktion umzusetzen.

Mehr Informationen zur Berechnung des CO 2 -Fußabdruck eines Unternehmens findest du hier .

2. Energieverbrauch im Unternehmen minimieren

Technische Geräte im Standby-Modus verbrauchen auch Strom. Steckdosenleisten mit Kippschalter können hier zu einem geringeren Stromverbrauch führen. Auch die Wärmeregulierung bietet Einsparungspotenzial. Heizungen und Klimaanlagen verantwortungsbewusst zu nutzen und sie je nach Bedarf ein- und auch wieder auszuschalten ist hier der erste Schritt zu einem umweltbewussten Umgang mit Energie.

3. Erneuerbare Energiequellen nutzen

Bei der Wahl des Energieanbieters im Unternehmen (und auch privat) sollte der Fokus darauf liegen, den Anteil an Ökostrom (Wasserkraft, Windkraft, etc.) so groß wie möglich zu wählen. So werden größere Mengen an nachhaltigem Strom in den Strommix eingespeist, und der kollektive Verbrauch von Erdöl- und -gas zur Energiegewinnung gesenkt.

Weiters können Unternehmen freie Dachflächen nutzen, um einen Teil ihrer Energie mithilfe sogenannter Photovoltaik- Anlagen selbst zu generieren und die Sonne als Energielieferanten zu nutzen.

4. Mobilität durch öffentliche Verkehrsmittel födern

Der Arbeitsweg der Mitarbeiter*innen, als auch Dienstreisen spielen eine große Rolle bei der Reduktion von Emissionen, die durch das Unternehmen entstehen. Den Mitarbeiter*innen die Möglichkeit zu bieten, öffentlich anzureisen indem Tickets für den öffentlichen Verkehr vom Unternehmen zur Verfügung gestellt werden, unterstütz das emissionsarme Pendeln. Weiters können Fahrgemeinschaften organisiert werden, sollte das Unternehmen kaum oder schlecht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden.

Auch bei Dienstreisen ist der Zug oft die energie- und zeiteffizienteste Lösung. So ist der Emissionsverbrauch geringer, und die Zeit im Zug kann, anders als beim Autofahren, anderweitig genutzt werden.

5. Abfallsystem optimieren

Die Abfallentstehung kann bereits in der Produktionsplanung mitbedacht und so weit es geht vermieden werden.

Und auch im Büro-Alltag ist die Vermeidung von Müll einfach möglich. Einweg-Glas und -Plastik verursachen in der Herstellung und Verbrennung hohe Emissionen. Das Einführen von Mehrweg-Systemen ist hier zielführend. Mit wiederverwendbaren Glascontainern lassen sich Tonnen an anfallendem Plastikmüll einsparen, beispielsweise wenn zu Mittag Essen aus einem Restaurant geholt wird.

Wo dennoch Müll anfällt, braucht es Abfallsysteme für die sortenreine Sammlung von Abfallprodukten, um den Recycling-Prozess zu vereinfachen.

Was in welche Tonne gehört, ist von (Bundes-)Land zu (Bundes-)Land verschieden. Hier sind Recycling-Apps wie "RecycleMich" und "Digi-Cycle" hilfreich, um sicher die richtige Tonne zu treffen.

6. Nachhaltige Infrastruktur fokussieren

Bei der Anschaffung von neuem Eqipment wie Laptops, PCs oder Arbeitshandys müssen nicht unbedingt neue Ressourcen verbraucht werden. Viele Anbieter verkaufen sogenannte "refurbished" Geräte, gebrauchte Geräte die wieder auf den neuesten Stand gebracht wurden. Und auch wenn etwas kaputt geht, gilt es das Produkt wenn möglich reparieren zu lassen, anstatt es direkt durch ein neues zu ersetzen.

7. ESG Faktoren in der Lieferkette beachten und grüne Lieferanten wählen

Scope-3 Emissionen in der Wertschöpfungskette zu vermeiden schafft ein Unternehmen, indem klare Regulierungen zur Einhaltungen von sozialen, strukturellen und ökologischen Standards gesetzt werden, anhand welcher Parnter in der vor- und nachgelagerten Lieferkette ausgewählt werden.

8. Bewusstsein und Wissen der Mitarbeiter*innen fördern

Oftmals fehlt im Unternehmen das Bewusstsein und/oder die Kompetenzen, um Klimaschutz-Maßnahmen erfolgreich umzusetzen oder eine nachhaltige Transformation im Unternehmen anzustoßen. Mitarbeiter*innen im Bereich Klimaschutz weiterzubilden bildet hier das Fundament für eine erfolgreiche Umstellung auf eine nachhaltige Arbeitsweise.

Die Glacier Climate Academy bietet Klimaschutz-Weiterbildungen von den Grundlagen bis zu branchenspezifischem Spezialwissen.

9. Klimabewusstere Arbeitsweisen unterstützen

Um Dienstreisen zu vermeiden, können Meetings wenn möglich über Online-Meeting-Tools veranstaltet werden. Auch die Emissionen der An- und Abreise pendelnder Mitarbeiter*innen können durch die Option, im Homeoffice zu arbeiten, reduziert werden.

10. Klimabewusste Ernährung im Unternehmen fördern

Vegetarische/vegane Tage in der Kantine, ein ausgebautes veganes/vegetarisches Angebot, oder beipsielweise die Regulierung nur vegetarisches Essen von der Unternehmenskassa zu zahlen, fördern die klimabewusste Ernährung im Unternehmen. Weiters führt die Angabe der CO 2 -Emissionen von Lebensmitteln zu einer nachhaltigeren Ernährung, wie eine Studie aus Deutschland zeigt.

Zusammenfassend heißt das...

...in jedem Unternehmen können Maßnahmen gesetzt werden, um die Netto-Null-Transformation voranzutreiben und erfolgreich zu meistern. Jedes Unternehmen ist ein Klima-Unternehmen, und jeder Job ist ein Klima-Job. Maßnahmen für unternehmerischen Klimaschutz zu setzen ist ein Mehraufwand, mit großem Mehrwert. Um das Klimaziel des Pariser Klimaabkommens zu erreichen braucht es effektive Maßnahmen, die im Unternehmen umgesetzt werden und zu einer klimafreundlichen Wirtschaft beitragen.

Nie wieder einen Blogbeitrag verpassen?

Abonniere jetzt unseren Newsletter, und sei immer auf dem neuesten Stand!

Cookie-Einstellungen

Hier können Sie Ihre Cookie-Einstellungen anpassen. Notwendige Cookies können nicht deaktiviert werden, da sie für die Grundfunktionen der Website erforderlich sind.

NotwendigImmer aktiv

Diese Cookies sind für die grundlegende Funktionalität der Website erforderlich. Sie ermöglichen Kernfunktionen wie Sicherheit, Netzwerkverwaltung und Barrierefreiheit. Diese Cookies können nicht deaktiviert werden.

Analyse

Diese Cookies helfen uns zu verstehen, wie Besucher mit unserer Website interagieren. Die gesammelten Informationen werden zur Verbesserung des Nutzererlebnisses verwendet.

Marketing

Diese Cookies werden verwendet, um Ihnen relevante Informationen und Angebote basierend auf Ihren Interessen bereitzustellen. Sie ermöglichen die Einbindung externer Dienste wie HubSpot für Kontaktformulare und Kampagnenanalyse.